Fr, 12. März 2010               Geschichte  
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Geschichte des Cheerleading

Geschichte des Cheerleadings

Ähnlich rasant wie die Entwicklung des Footballs in Deutschland ist die des Cheerleadings. Ende der siebziger Jahre wußte bei uns kaum jemand, was Football, geschweige denn was Cheerleading ist.

Inzwischen haben sich in den meisten Städten Footballteams gegründet. Für viele von ihnen gehört es mit dazu, eine Cheerleadergruppe aufzubauen. Obwohl sie mit Elan und Engagement an die Sache herangehen, ist es oft schwierig, genügend qualifizierte Mädchen zu finden- von Männern ganz zu schweigen.

Deshalb sind die meisten deutschen Teams noch weit vom US Leistungsstandard entfernt. Einige werden ihn auch nie erreichen. Das liegt unter anderem daran, daß sie keinen Trainer haben und meist eines der Mädchen, die sich gerade zusammengefunden haben, diese Aufgabe übernimmt. Cheerleader-Trainer sind bei uns immer noch rar.

Nach amerikanischem Vorbild werden mittlerweile auch in Deutschland regionale und nationale Meisterschaften ausgetragen, aber in den USA blickt man auf eine mehr als hundertjährige Geschichte des Cheerleadings zurück. Dabei war Cheerleading ursprünglich eine reine Männerangelegenheit.


Mehr als 100 Jahre alt

1898 traten die ersten Cheerleader als "Einheizer" vor das Publikum und forderten die Zuschauer mit ihren Schlachtrufen auf, die eigene Mannschaft anzufeuern.

In den 20er Jahren wurden zunehmend Megaphone benutzt und tänzerische Elemente in die Darbietung eingebaut.


Von Männern ausgedacht - von Frauen perfektioniert

Daraufhin fand auch das weibliche Geschlecht Zugang in die Gruppen.

An der Oregon State University entwickelte sich das Flash-Card Cheering, bei dem die Zuschauer mit quadratischen Kartons, die verschiedenfarbige Seiten aufwiesen, ausgerüstet wurden. Auf ein Zeichen eines Cheerleaders wurden die Kartons auf bestimmte Seiten gedreht, so daß regelrechte Farbspiele und Bilder entstanden. Ende der 20er Jahre kam das erste Trainingsbuch für Cheerleader heraus: "Just Yells!" (Nur Schreie).

In den 30er Jahren erschienen die ersten farbigen Pompons, die sich schnell zum Markenzeichen der Cheerleader entwickelten. Waren sie anfangs noch aus Papier oder Wolle und handgefertigt, so sind sie heute maschinell aus Vinyl oder aus Metallfolie hergestellt.

In den 40er und 50er Jahren begann die Blütezeit des Cheerleadings in den USA. Der ersten Schule für Cheerleader folgte mit der "American Cheerleader Association" der erste Verband. Cheerleading wurde zur Massenbewegung. Ab 1967 traten die amerikanischen Cheerleader zu einer Art Meisterschaft an, wobei die Siegerinnen noch durch eine Umfrage ermittelt wurden. Seit 1978 findet jedoch jährlich eine echte Meisterschaft statt, "National Collegiate Cheerleading Championship" genannt.


Cheerleading in Deutschland

In Deutschland wurde Cheerleading Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre populär, mit der Gründung der ersten American Football Teams. Seit Anfang der 90er Jahre gibt es Deutsche Meisterschaften, inzwischen sind rund 10.000 Cheerleader bundesweit im Verband organisiert, dazu gibt es viele unabhängige Teams, so das die Gesamtzahl der deutschen Cheerleader bei mehr als 20.000 liegen dürfte.

Es war einmal...